Inhaltsübersicht
Einführung
Biografische Einflüsse
Methode der Begegnung
Vision eines besseren Lebens
Übungen
Gebrauchsanweisung von Ildiko
Warum dieses Buch?
Es gibt viele Bücher über Psychologie. Viele Meinungen und Widerlegungen von Meinungen. So viele Untersuchungen und Gegenuntersuchungen. Heutzutage wird jeder „Mäusekot“ untersucht.
Hat dieses Buch zu schreiben und zu lesen einen Sinn? Und wenn ja, welchen? Der Sinn ist, dass diese Psychologie (Psycho-logie), die im Buch beschrieben und vertreten wird, eine persönliche, watschen-einfache Psycho-logie ist, die jeder kann. Das Buch ist trotzdem kein „Selbsthilfebuch“, weil ich überzeugt bin, dass man für alle wichtigen Dinge im Leben Menschen braucht. Deshalb bin ich eine Beziehungsfanatikerin!
Warum? Beziehungsfähigkeit ist Freiheit. Freiheitsfähigkeit zeigt sich in Beziehungen und nicht in der Einsamkeit als Eremit oder allein auf der Bergspitze. Ich sehe meine Aufgabe darin, mit meinen Klienten echte Beziehungen einzugehen, ihnen wirklich zu begegnen und sie durch diese – hoffentlich – heilsame, wenn auch manchmal ärgerliche Beziehung zu sich nach Hause zu führen. Dazu muss ich bei mir sein. Mein Zuhause und den Weg kennen.
Was sind Unterschiede?
Dieses Therapiekonzept werden manche vielleicht verrückt finden, aber das macht nichts. Es ist neu und revolutionär, eine Therapieform anzubieten, die man „weiblich“ nennen kann, auch wenn sie für Männer und Frauen gedacht ist und wirkt. Meistens betreue ich sogar mehr Männer.
1. Die Therapie orientiert sich am gerade entstehenden Gefühl seitens des Therapeuten und des Klienten (nicht automatisch an männlich-intellektuellen Kriterien)
2. Man versteht und achtet den Sinn von „Verrücktheit“ und „Verrückung“. Denn darin steckt die Kreativität und Klugheit des Klienten! Tiere sterben unter Umständen, wie sie viele Menschen erfahren. Menschen sterben nicht, sondern sie „verrücken“ sich und finden eine irreale Realität.
3. Die „therapeutische Distanz“ gehört dringend verändert . Die Therapiesituation wird verfälscht durch einen distanzierten Blickwinkel („Waran-Blick“). Ein persönliches „In-die-Nähe-Rücken“ der eigenen Position ist unerlässlich. Sonst ist der Beruf krankmachend - auch für den Therapeuten.
Und der Therapeut?
Wie schützt man sich als Therapeut, wenn nicht durch Distanz? Mit der Wahrheit! Was nimmt man „wahr“, nicht nur beim Klienten, sondern auch bei sich. Mit der eigenen „Ganzheit“, nicht nur intellektuell, sondern auch körperlich, emotional und geistig. Das erfordert Mut und Vertrauen in menschliche Beziehungen, aber dann lebt man durchgehend und nicht nur in der Freizeit!
Ich rüttle hier an der Therapeuten-Identität! Sie gehört wirklich aufgedeckt und ent-deckt, anstatt sie im großen alten Wintermantel von Freud zu verstecken.
- Ist der Therapeut ein Automat, wo man das Geld hineinsteckt und therapiert wird?
- Kann er mit seinen eigenen Schwächen wirklich umgehen, oder will er mir nur zeigen, wie ich es tun soll?!
- Wie echt ist er? Was ist seine Stärke? Und seine Schwäche?
- Ist er ein sexueller Mensch? Oder asexuell? Kann man ihm nahe sein?
- Ist er verlogen? Betrügt er mich?
- Sieht er mich überhaupt?
- Darf ich ihn wirklich sehen, wahr-nehmen und damit konfrontieren, was ich sehe?! Kritisieren und eventuell sogar hassen?